Not logged in. · Lost password · Register

Forum: Community Sonstige Themen und Unterhaltung RSS
...und Laptops, Smartphones, etc.
Page:  1  2  next 
Doldi
known as if-Schleife
Member since Jan 2007
255 posts
Subject: Einreise in die USA
Hallo,

ich habe in ein paar Tagen das Vergnügen, in die USA einreisen zu müssen. Im Zuge der Vorbereitung dessen (die relativ kurzfristig läuft, weil der Hintergrund eine Beerdigung ist), frage ich mich jetzt, worauf ich mich einstellen muss was die Einreise am Zielflughafen angeht, hinsichtlich der Frage, was die mit meinen technischen Geräten so alles treiben könnten.

Jetzt dachte ich, vielleicht hat jemand hier aktuelle Erfahrungen und kann dazu was sagen.

Meine Situation:
- Ich möchte einen Laptop und ein Smartphone mitnehmen.
- Mit dem Rechner möchte ich im Flieger was arbeiten um die Zeit sinnvoll zu nutzen.
- An beiden Geräten nutze ich Fingerabdruckscanner. Ja, ich weiß, das ist nicht übermäßig sicher, aber das ist eine andere Diskussion, die ich in diesem Zusammenhang gerne ausklammern möchte.

Jetzt ist die allgemeine Situation ja die, dass die US-Beamte ohne Anlass Zugriff auf meine Geräte nehmen dürfen. Und neuerdings gibts ja auch noch solche Späße wie "wir wüssten gerne ihre Social Media Account Zugangsdaten".
Wo ich mir nicht sicher bin, ist, wie die sich verhalten wenn ich den Rechner vollverschlüssele und mich weigere, das zugehörige Passwort zu nennen. In meinem Fall würde ich das mit dem Hinweis tun, auf dem Rechner befinden sich sensible Firmendaten (was auch die Wahrheit ist, ich bin Alumni und arbeitstätig).
Die "Nicht-Flug" Situation ist so, dass ich diese sensiblen Daten in einem Crypt-Container liegen habe, das System aber nicht vollverschlüsselt habe, da mir das Risiko bei eventuellen Daten-Beschädigungen zu groß ist: Kleiner "Bit-Kipper", kein Zugriff mehr auf den Rechner und keine Chance die Daten zu retten.

Variante 2 wäre, PC unverschlüsselt lassen, Windows-Passwort nicht rausrücken, Zugangspasswort für die Container nicht rausrücken. Da hätten die aber auf wesentliche Dinge schon Zugriff (wenn sie fit sind, und davon würde ich mal ausgehen).

Default würde ich auf jeden Fall die Fingerabdrucksensoren deaktivieren. Und ich bin nicht gewillt, irgendwelche Passwörter zu nennen. Ich bin aber auch nicht sicher, was dann passiert: Ob die mich dann 6 Stunden durch den Kakao ziehen oder mich sogar wieder zurück schicken oder sonstwas.

War hier jemand in der letzten Zeit in den USA und hat Erfahrungswerte?

Danke für eure Kommentare! :)
Der Ich
93,333% Dipl.-Exzentriker
Avatar
Member since Oct 2006
3642 posts
Die kurze einfache Antwort ist: Wenn du nicht spurst, reist du nicht ein.

Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit einer so genauen Prüfung unterzogen zu werden nicht sonderlich hoch wenn man nicht gerade zu einer Risikogruppe gehört oder danach aussieht (rasieren).

"Social Media Accountpasswörter erfragen" sind bisher nur Gedanken und keine konkreten Maßnahmen, aber Zugriff auf dein Notebook ist Realität, wenn der erfragt wird. Wenn du wirklich solche sensiblen Daten hast wäre das einfachste, diese Daten nicht auf dem Notebook zu haben, aber in einer Weise verfügbar, dass du sie nach der Einreise ziehen kannst.

Ich bin bisher dreimal eingereist und wurde keinen genaueren Checks unterzogen, nur die obligatorischen Standardfragen von einem gelangweilten Officer. Ich habe aber auch live gesehen, dass Leute rausgezogen wurden (nein nicht alle muslimisch aussehend).
* 01.10.2006, + 28.11.2011, † 31.01.2013
arw
Dipl. e.t. Dipl. q.3
Avatar
Member since Oct 2005
1892 posts
Also nach dem was man so liest (keine Ahnung wie glaubwuerdig das ist) kannst du dich drauf einstellen, dass du nach einer laengeren unangenehmen Befragung in den Flieger zurueck gesetzt wirst, wenn du bei der Frage nach irgendeinem Passwort "nein" sagst. Anscheinend machen die sogar bei ihren eigenen Staatsbuergern inzwischen genug Zirkus, dass der Hinweis auf "da sind geheime Daten von der NASA drauf" nicht ausreicht um um Passwortverraten rumzukommen: http://www.theverge.com/2017/2/12/14583124/nasa-sidd-bikka…
melkor
Member since Apr 2005
148 posts
In reply to post #1
+1 siccegge
Ich bin nie mit meinem Privat-Rechner eingereist, sondern mit einem mehr oder weniger blanken vom Arbeitgeber. Korrekterweise sollte man einfach garnet einreisen, aber das ist praktisch net immer so einfach ;) Irgend ne Kiste wird schon rumliegen...

Ich sehe eher aus wie ein Kandidat für die Tiefensuche, ist aber bisher nix passiert. Trotzdem, würde mich nicht drauf verlassen.
sorry, musste sein.
Ford Prefect
Pangalaktischer- Donnergurgler-Trinker
(Administrator)
Avatar
Member since Oct 2002
3278 posts
+3 siccegge, Damon, melkor
Die Rechtmäßigkeit dieser in die Privatsphäre so stark einschneidenden Untersuchung begründet sich laut einem U.S.-Gericht darauf, dass die Wahrscheinlichkeit für den individuellen Reisenden, davon betroffen zu sein, extrem gering ist.

Bist du dann aber tatsächlich betroffen, dann wird dir keine Ausrede der Welt helfen, entweder du ziehst dich und deine Daten komplett aus, oder das war es dann mit der Einreise. Es ist auch konsequent, dass wenn sie es wissen wollen, dass sie es dann auch wirklich wissen wollen.

Extra für die Einreise eine Verschlüsselung einzurichten, sorgt also für nichts anderes als mehr Arbeit auf deiner Seite. Du kannst es natürlich auch mit Stenographie versuchen. Aber ich würde sagen, es läuft einfach darauf hinaus, die sensiblen Daten zuhause zu lassen, wenn du das Risiko im Promillebereich nicht eingehen willst.

Im Flugzeug Zeit sinnvoll zu nutzen klingt meiner Erfahrung nach auch immer besser, als es wirklich ist. Der Flug über den Atlantik dauert auch nur sechs Stunden.
Quote: <mute> mit Miranda macht irc kein spass :P <Loki|muh> dann geh doch wieder :)
<mute> ich benutze kein miranda <Loki|muh> na und? :)
IBlubb
Superior to IBla
Member since Oct 2008
729 posts
Bei sensiblen Firmendaten kannst du die Beamten höchstens darauf hinweisen, dass sie diese bitte dementsprechend vertraulich behandeln - aber es ist natürlich fraglich, ob das was bringt.

Theoretisch dürfen sie deine Geräte sogar beschlagnahmen und erstmal auf unbestimmte Zeit behalten.
IceWeasel
Avatar
Member since Oct 2004
404 posts
https://arstechnica.com/tech-policy/2017/02/what-could-hap…
br0wny
br0wny
Member since Oct 2016
4 posts
Hier auch noch ein aktueller Beitrag den ich gerade auf Tech Insider gelesen habe.

http://www.businessinsider.de/can-us-border-agents-search-…
*Ralf
Avatar
Member since Oct 2011
774 posts
+1 mmuuuuhh
Du könntest ein sauberes Linux auf einer eigenen Partition (mit plausibler Größe) installieren, den Bootloader verstecken und die Partition mit deinem Haupt-Betriebssystem aushängen (und sicherstellen, dass sie nicht im Filebrowser gelistet wird). Das Passwort ("Trump2017") kannst du dann bereitwillig verraten.

Ich bezweifle, dass da noch irgend ein Zollbeamter dahinter steigt. Wenn doch ... :scared:
Ford Prefect
Pangalaktischer- Donnergurgler-Trinker
(Administrator)
Avatar
Member since Oct 2002
3278 posts
Auf die vermutete Inkompetenz der Gegenseite würde ich mich lieber nicht verlassen. Wir haben keine Ahnung, wer diese Rechner untersucht. Wenn es einer von uns wäre, würde er das sehr schnell herausfinden.
Quote: <mute> mit Miranda macht irc kein spass :P <Loki|muh> dann geh doch wieder :)
<mute> ich benutze kein miranda <Loki|muh> na und? :)
pda
Member since Sep 2016
22 posts
Theoretisch könnten sie auch versuchen irgendwelche Programme aus ihrem großen Arsenal auf dem Notebook zu hinterlassen.
*Ralf
Avatar
Member since Oct 2011
774 posts
+1 GreenBourne
Stimmt. Am besten wäre es wohl wirklich, wenn man mit einem fast neu aufgesetzten Betriebssystem einfliegt und es, sollte jemand an der Grenze den Rechner mitnehmen, neu aufsetzt. Einfach ne Installations-CD (mit BS+Programmen) vorbereiten und mitnehmen.

Die Daten, die man braucht muss man eben verschlüsselt auf einem Server in Europa liegen haben.

Das dauert zwar alles, ist aber vielleicht am sichersten.
siniball
Member since Dec 2010
80 posts
Hilft jedoch nur begrenzt gegen den Keylogger im Tastatur-Controller... der das ThinkLight als Antenne nutzt...
arw
Dipl. e.t. Dipl. q.3
Avatar
Member since Oct 2005
1892 posts
Ja, aber Paranoia auf der Ebene heissen auch, dass du nicht im Hotel uebernachten willst, den Laptop unters Kopfkissen stecken musst, etc.
Cauca
Member since Oct 2011
909 posts
+4 melkor, *Ralf, siccegge, sj
Empfehle daher nicht zu dünne Laptops zu wählen. Eine gewisse Dicke erhöht den Komfort, ebenso eine ergonomische Mindestgröße von 15".
Close Smaller – Larger + Reply to this post:
Verification code: VeriCode Please enter the word from the image into the text field below. (Type the letters only, lower case is okay.)
Smileys: :-) ;-) :-D :-p :blush: :cool: :rolleyes: :huh: :-/ <_< :-( :'( :#: :scared: 8-( :nuts: :-O
Special characters:
Page:  1  2  next 
Go to forum
Datenschutz | Kontakt
Powered by the Unclassified NewsBoard software, 20150713-dev, © 2003-2011 by Yves Goergen