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Shadow992
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Subject: Artificial Intelligence - Another Approach
+1 Jazzpirate
Hallo meine lieben Kommilitonen und Kommilitoninnen,

nach dem relativ schlechten Wortspiel im Titel, kommen wir auch gleich zu meinem eigentlichen Anliegen. :D
Das Referenzbuch scheint nicht "so einfach" in aktueller Auflage zu bekommen zu sein, daher möchte ich einmal Werbung in eigener Sache machen.
Vielleicht kennen es einige von euch schon und vielleicht haben sich einige auch schon über den unwissenschaftlichen Stil aufgeregt, aber ich habe vor knapp zwei Jahren auch einmal ein EBook rund um das Thema KI verfasst und kostenlos zum Download angeboten. Das ist es auch weiterhin und wird es auch bleiben. Für alle unter euch, die sich jetzt denken: "Top, Vorlesung zusammengefasst in einem Buch, auf deutsch und von einem Mitstudenten", denen sei gesagt:
Ich besuche selbst das erste Mal die KI Vorlesung und habe daher keinerlei Ahnung wie nah oder weit weg das Buch vom Vorlesungsstoff ist.
Ich denke aber trotzdem, dass es große Überschneidungen geben wird, weil auch wenn das Gebiet der KI breit gefächert ist, so sind die Grundlagen relativ "gut eingrenzbar".

Das Buch gibt es unter: http://neuralocean.de/index.php/tutorials/einfuhrung-ki/

Bevor ihr euch jetzt alle fleißig das EBook herunterladet und maßlos enttäuscht werdet, lasst mich zuerst ein paar Sachen los werden:

1. Das Buch ist im August 2014 fertiggestellt worden, wer mich kennt weiß, dass ich zu dieser Zeit noch relativ frisch an der Uni war (ca. 2. Semester). Das heißt dementsprechend "unwissenschaftlich" und "locker" ist dieses Buch auch geschrieben. Wer nach "Beweise" für Aussagen sucht, wird sie nur selten finden, genau so wie Prosa-Texte an der Tagesordnung stehen.

2. Ich habe damals das Buch geschrieben, weil ich Spaß am Schreiben habe/hatte und es etwas Schade war, dass es so viele gute Bücher zu der Theorie hinter KI gibt, aber kein Buch so richtig auf Implementierung-Details einging oder aber die Implementierung so komplex beschrieben hat, dass man als Anfänger sofort die Finger von dem Buch gelassen hat (Ich weiß wovon ich rede, habe alleine 5 Bücher über KI hier rumliegen, wovon ich nur 2 Stück wirklich von vorne bis hinten verschlungen habe :D).

3. Das EBook sollte lediglich die Ideen und Konzepte hinter den jeweiligen KI-Gebieten vermitteln. Das heißt Mathematik und Herleitungen kommen viel zu kurz, dafür werden simple Suchverfahren breit erklärt und dargestellt. Alles in allem ist dieses Buch also wirklich für Leute gedacht, die kaum bis keine Erfahrung mit Algorithmen/Datenstrukturen haben.

Soweit so gut, damit dürfte ich die allgemeine Erwartungshaltung deutlich realistischer gemacht haben. Alles in allem bin ich mittlerweile objektiv von diesem Buch auch nicht mehr sooo überzeugt und wollte es schon länger Generalüberholen. Das bietet sich jetzt parallel zur Vorlesung natürlich an. Ich hoffe, dass Prof. Dr. Michael Kohlhase und sein Team nichts dagegen haben, wenn ich Elemente aus ihrer Vorlesung nach und nach zum EBook hinzufüge.
Das Ganze wird natürlich nach den Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens passieren, das heißt geklaut wird nichts (und wenn dann so gut, dass niemand weiß wos herkommt :D) und die Quellen werden mit einbezogen.

Aber einmal abgesehen von den ganzen Nachteilen, die dieses Buch besitzt, der unwissenschaftlichen Art und Weise wie es geschrieben ist und den ganzen Aussagen ohne jegliche Beweise, gibt es trotzdem einen großen Grund, warum ich denke, dass das Überfliegen des Buches durchaus helfen kann.
Ich habe nämlich zu fast jedem Thema in diesem Buch konkrete Implementierungen in Java präsentiert und auch selbst programmiert.
Wer sich also einmal anschauen möchte, wie man Evolutionären Algorithmen benutzen kann, um konkrete Probleme zu lösen, der kann sich in dem Buch einmal inspirieren lassen vom Code (und wer weiß vielleicht hilft es ja auch für Übungsaufgaben :D).

Damit soweit so gut. Wie gesagt das Buch ist objektiv gesehen kein Meisterwerk, aber sicher lohnenswert einmal zu überfliegen.
Sollten keine Probleme seitens des KI-Teams bestehen, will ich auch einige Themen aus der Vorlesung mit einpflegen und dabei das Büchlein einmal Generalüberholen.

Edit:
Wie immer freue ich mich natürlich dennoch über Feedback und Verbesserungsvorschläge. :)
This post was edited 4 times, last on 2016-10-18, 15:21 by Shadow992.
Jazzpirate
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+1 Shadow992
Kann nichts zu dem buch sagen, hab's natürlich nicht durchgelesen, aber
1. Je mehr literatur desto besser (solang ihr euch bewusst seid, dass man den Inhalt mit Vorsicht lesen sollte - aber das sollte man so oder so jede Literatur ;) )
2. Ich kann das nur gutheißen, hab ich im Studium auch gerne gemacht ;) (Da fällt mir ein, ich hab mal Logik-Kram für nicht-Mathematiker geschrieben... mal gucken wie ich mittlerweile noch dazu stehe :D )
3. "Ich hoffe, dass Prof. Dr. Michael Kohlhase und sein Team nichts dagegen haben, wenn ich Elemente aus ihrer Vorlesung nach und nach zum EBook hinzufüge." - ganz im Gegenteil; Information wants to be free, und afaik sieht Michael Prof. Kohlhase das ziemlich ähnlich. Ne Attribution irgendwo in der Einleitung wär vielleicht nett.

Having said that...
4. Ausnahme: BITTE KEINE LÖSUNGEN ZU ÜBUNGSAUFGABEN darin verarbeiten. Das widerspricht zwar der Information-wants-to-be-free-Adagio, aber sonst müssen wir uns jedes Jahr neue Aufgaben ausdenken, die entsprechend stetig und monoton steigend weniger gut geeignet (und entsprechend schwerer) werden, und das will ja auch keiner...
5. "Ich habe nämlich zu fast jedem Thema in diesem Buch konkrete Implementierungen in Java präsentiert und auch selbst programmiert." <- Da seh ich dann eher ein Problem... in Konjunktion mit Punkt 4 hab ich die Befürchtung, dass Programmieraufgaben dann durch STRG+C,STRG+V gelöst werden (können), das fänd ich weniger awesome...
This post was edited on 2016-10-18, 15:39 by Jazzpirate.
Shadow992
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Quote by Jazzpirate:
Kann nichts zu dem buch sagen, hab's natürlich nicht durchgelesen, aber
1. Je mehr literatur desto besser (solang ihr euch bewusst seid, dass man den Inhalt mit Vorsicht lesen sollte - aber das sollte man so oder so jede Literatur ;) )
2. Ich kann das nur gutheißen, hab ich im Studium auch gerne gemacht ;) (Da fällt mir ein, ich hab mal Logik-Kram für nicht-Mathematiker geschrieben... mal gucken wie ich mittlerweile noch dazu stehe :D )
3. "Ich hoffe, dass Prof. Dr. Michael Kohlhase und sein Team nichts dagegen haben, wenn ich Elemente aus ihrer Vorlesung nach und nach zum EBook hinzufüge." - ganz im Gegenteil; Information wants to be free, und afaik sieht Michael Prof. Kohlhase das ziemlich ähnlich. Ne Attribution irgendwo in der Einleitung wär vielleicht nett.

Having said that...
4. Ausnahme: BITTE KEINE LÖSUNGEN ZU ÜBUNGSAUFGABEN darin verarbeiten. Das widerspricht zwar der Information-wants-to-be-free-Adagio, aber sonst müssen wir uns jedes Jahr neue Aufgaben ausdenken, die entsprechend stetig und monoton steigend weniger gut geeignet (und entsprechend schwerer) werden, und das will ja auch keiner...
5. "Ich habe nämlich zu fast jedem Thema in diesem Buch konkrete Implementierungen in Java präsentiert und auch selbst programmiert." <- Da seh ich dann eher ein Problem... in Konjunktion mit Punkt 4 hab ich die Befürchtung, dass Programmieraufgaben dann durch STRG+C,STRG+V gelöst werden (können), das fänd ich weniger awesome...

@1-3. Sehr gut :D Eine Attribution versteht sich von selbst. :)

@4. Das hatte ich nicht vor, zumindest nicht bewusst. Bisherige "Codes" möchte ich jedoch ungern entfernen. Denke das ist ein guter Kompromiss zwischen beiden Seiten. :P

@5. Nun gut, ich weiß nicht welche Art von Aufgaben ihr euch ausgedacht habt oder in welche Richtung die gehen sollen. Bei uns im ersten Semester beispielsweise gab es das Fach AuD. Dort bekamen wir in Übungen/Vorlesungen nicht selten Pseudo-Code geliefert und durften dann das Ganze in Java umsetzen. Der "Trick" dabei war, dass die Aufgaben zusätzlich "Transferwissen" brauchten. Das heißt man kannte zwar den Code für eine Tiefensuche, musste damit aber das Problem des "kürzesten Pfades" o.ä. lösen. Das hat dann schon noch etwas Arbeit erfordert um die "Tiefensuche" auf eine "Tiefensuche nach dem kürzesten Pfad" umzubiegen. In PFP war es oft ähnlich.
Ich denke also, solange niemand die aktuellen Aufgaben löst und verteilt (was sicher nicht in meinem Interesse ist), kann man das schon "irgendwie" schaffen. Immerhin bin ich ja nicht die einzige Quelle von der man Alpha-Beta-Suche-Code oder Nearest Neighbour Heuristiken beziehen kann.

Mal ganz davon abgesehen, dass sich die Studenten damit nur selbst ein Ei legen, denn in der Klausur müssen sie es können.
Spätestens ab dem 5. Semester BA sollte man das auch verstanden haben, dass Hausaufgabe nicht für die Dozenten da sind, sondern um sein "Wissen" zu festigen.

Trotzdem hast du natürlich Recht, Copy & Pasta ist immer verlockend und zumindest von mir wird niemand, egal ob privat oder online, Lösungen zu Übungsaufgaben von euch sehen bzw. Code-Stücke, die "zufällig" genau die Übungsaufgaben lösen.
Jazzpirate
Member since Oct 2016
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+2 Shadow992, obet
ich weiß nicht welche Art von Aufgaben ihr euch ausgedacht habt oder in welche Richtung die gehen sollen.
Jupp, ich bisher auch nicht... :D

Der "Trick" dabei war, dass die Aufgaben zusätzlich "Transferwissen" brauchten. Das heißt man kannte zwar den Code für eine Tiefensuche, musste damit aber das Problem des "kürzesten Pfades" o.ä. lösen.
Ja, ich denk schon, dass es eher in die Richtung gehen wird - niemand wird wohl nen generischen DFS oder A* oder so implementieren ohne dass man entweder ne konkrete Datenstruktur vorgibt oder ein konkretes Problem damit lösen soll...

(Wenn's nach mir ginge würde ich euch ja alle dazu zwingen Scala zu benutzen, dann könnte ich euch die abstract classes vorgeben und ihr müsstet nur noch die konkreten instanzen implementieren, aber neeeein... :P )
(Außerdem, full disclosure: Scala ist die einzige Sprache die ich wirklich beherrsche :D )

Das hatte ich nicht vor, zumindest nicht bewusst. Bisherige "Codes" möchte ich jedoch ungern entfernen. Denke das ist ein guter Kompromiss zwischen beiden Seiten. :P
Jupp, leuten bewusst Dinge vorzuenthalten die bereits online verfügbar sind käm mir auch völlig bescheurt vor :D

also einfach bitte nicht die Lösungen zu Übungsblättern mit reinpacken, dann hast du meine volle Unterstützung dabei ;)
Jazzpirate
Member since Oct 2016
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In reply to post #3
+1 Shadow992
Spätestens ab dem 5. Semester BA sollte man das auch verstanden haben, dass Hausaufgabe nicht für die Dozenten da sind, sondern um sein "Wissen" zu festigen.
1. Semester meinst du wohl... ;)

Praktische Erfahrung zeigt allerdings, dass häufig zwischen "sollte" und "tatsächlich ist" leider eine erbärmlich große Lücke liegt...
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