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ChrisE
Member since Oct 2012
63 posts
In reply to post ID 140371
Einstiegsgehalt bei Audi liegt für Master-Absolventen bei ~4.500 € pro Monat. So weit ich weiß ist das auch recht fix, man landet einfach als Einsteiger in der entsprechenden Lohngruppe vom Tarifvertrag.
Bachelor-Absolventen sind glaube ich bei ~4.100 €.
flibbi
Member since Nov 2012
65 posts
Obwohl der Thread schon etwas eingestaubt ist, dachte ich mir, ich kann ihn ja wiederbeleben und muss dafür keinen neuen aufmachen.
Bei mir wird es irgendwann nächstes Jahr soweit sein, dass ich nach dem Master ins Berufsleben einsteigen werde.
Es fällt mir aber ehrlich gesagt etwas schwierig ohne guten Überblick meine Gehaltsvorstellungen so zu bilden, dass ich mich nicht unter Wert verkaufe und gleichzeitig aber nicht unverschämt wirke.
Hat da jemand Tipps oder will vielleicht sein (oder von wem anders bekanntes) Einstiegsgehalt teilen?
*Ralf
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Member since Oct 2011
774 posts
Nach o.g. Tarif läge das Einstiegsgehalt heute bei 4414 - 5351 € pro Monat. Laut BerufeNet der Bundesagentur für Arbeit bei 3797 -5121€ pro Monat.

Im TVöD wirst du mit Master normalerweise in die Entgeltgruppe E 13 - E 15 eingestuft. Das sind 3573 - 4380 € im Monat.

In Bayern liegt der Schnitt aller M.Sc.-Informatiker laut Entgeltatlas bei 6120 € (was du als Einsteiger wahrscheinlich nicht bekommen wirst), in den neuen Bundesländern bei 4310 €. Nur so als Orientierungspunkt, wohin die Reise mit Berufserfahrung gehen kann.

Zusammengefasst: unter 3573 € würde ich erst gar nicht anfangen; je nach Unternehmen und Standort sind 4400 bis 4900 € möglich, wenn du im Studium (oder auch z.B. als Werkstudent) die passenden Qualifikationen erlangt hast.

Einberechnen muss man da immer auch die Arbeitszeit. Beim Tarif oben hast du 35 h/Woche, 6 Wochen Urlaub und weitere Leistungen. Im öffentlichen Dienst sollten es 40 h/Woche mit ebenfalls 6 Wochen Urlaub ohne Zusatzleistungen sein. Es gibt aber auch Unternehmen, die gerade mal die gesetzlich vorgeschriebenen 4 Wochen Urlaub geben. Ziemlich uncool.

Fünf Stunden mehr oder weniger pro Woche können mindestens gefühlt schon einiges ausmachen. Aufs Jahr gerechnet sind das auch 27 Arbeitstage extra. Dafür schließt die Firma mit S gerade Werke, die hervorragend schwarze Zahlen schreiben. Das passiert dir im öffentlichen Dienst eher nicht.

Am wichtigsten ist natürlich, dass dir die Arbeit Spaß macht und die Kollegen nett sind. Das hatten wir an anderer Stelle ja schon diskutiert.
siccegge
Debian Dude
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Member since Oct 2009
311 posts
Quote by *Ralf:
Im öffentlichen Dienst sollten es 40 h/Woche mit ebenfalls 6 Wochen Urlaub ohne Zusatzleistungen sein.

Zumindest VBL ist in sachen zusatzleistungen dabei.
Arbeitszeit ist Bundeslandabhaengig (mittlere real geleistete arbeitszeit im Vergleichsjahr) und in Bayern bei 41.2h / WOche wenn ich das richtig im Kopf habe ;-)
Airhardt
FAU-Mann
Member since Oct 2005
3260 posts
+1 siccegge
Quote by siccegge:
Arbeitszeit ist Bundeslandabhaengig (mittlere real geleistete arbeitszeit im Vergleichsjahr) und in Bayern bei 41.2h / WOche wenn ich das richtig im Kopf habe ;-)
Nicht ganz - es sind 40,1 Stunden, also genau 40 Stunden und 6 Minuten. :cool:
Zum Vergleich: In Niedersachsen beträgt die Arbeitszeit im öffentlichen Dienst 39,8 Stunden pro Woche.

Allerdings arbeitet der typische Doktorand üblicherweise effektiv sowieso 50 Stunden und mehr.
flibbi
Member since Nov 2012
65 posts
Vielen Dank erstmal für die ausführliche Übersicht.
Bei Unternehmen mit Tarifvertrag ist beim Einstieg die Gehaltsfrage wohl relativ schnell geklärt.

Ich finde es nur schade, dass man (bzw. zumindest ich) nirgendwo echte Einstiegsgehälter und deren Verhandlung a la reddit cs careerquestions für hier findet.
Glassdoor ist manchmal auch ein Anfang, ohne Zusatzinfos wie Berufserfahrung bringen einen die Gehälter aber auch nicht wirklich weiter.
Bei ähnlichen Threads in anderen Foren mit vorgeschlagenen Zahlen gehen die Meinungen über realitätsnahe und abgehobene Gehälter auch nicht selten stark auseinander.
Hasenichts
Member since Apr 2012
554 posts
Kommt halt sehr stark auf die Region und die Größe des Arbeitgebers sowie die Branche an. Steigst du bei einem Konzern ein der übertariflich zahlt? Hast du Zielvereinbarungen? Wieviel relevante Erfahrung hast du? Was hast du an Kosten, die du betrachten musst? Bin mir nicht sicher ob du im Mittelstand Firmen findest die an die von Ralf genannten Zahlen rankommen (viele werden erstmal ca bei 4k/Monat einsteigen).
Der Ich
93,333% Dipl.-Exzentriker
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Member since Oct 2006
3642 posts
+1 feni
Ohne besondere Kenntnisse und/oder Vitamin B wirds erstmal nix mit Direkteinstieg beim IGM-Konzern, denn das ist der Ausnahmefall. 0815 Absolventen gibts wie Sand am Meer und das heißt üblicherweise: 2-5 Jahre beim Sklavenhändler Dienstleister wie Ferchau, Bertrandt, Brunel, Heitec, Method Park, ISO GmbH, sepp.med, infoteam, ... für nen Großen schrubben, sich beweisen und dann übernehmen lassen (stehst halt in Konkurrenz zu allen anderen die auch ins Arbeitnehmer-Disneyland diffundieren wollen). Alternative ist dann ein KMU was mit 40h-Woche + abgegoltenen Überstunden, Luschigehalt und weniger als 30 Tagen Urlaub aufwartet, aber immerhin kostenloses Wasser, Obst und flache Hierachien bietet. Verkauft sich die Klitsche als Start-Up, steht vielleicht sogar noch ein Kickertisch bereit.
Grober Daumennagel für unsere Region (N/FÜ/ER/FO) kannste 45k-52k /Jahr bei 40h-Woche anpeilen bei 30 Tagen Urlaub, ohne abgegoltene Überstunden, das wäre ein vernünftiger Einstieg. Wie weit man davon nach unten abweichen will/muss, hängt natürlich von den persönlichen Gegebenheiten ab. IGM-Einstieg in Bayern ist üblicherweise EG9/EG10, jenachdem wie die Stelle eingestuft ist, wie gut du drauf passt, usw., aber wenn ne Bude schlechter zahlt als öD (TV-L E13/1) dann würde ich die Finger davon lassen, da buckelste nur für die Karre vom Chef.
Wenn der Berufseinstieg nicht so dolle ist, ist das aber auch kein Beinbruch, wichtig ist, dass du ne Stelle hast in der du vernünftige Berufserfahrung sammeln kannst, dann kannste dich nach 2-3 Jahren wegbewerben und dann sieht der Markt schon ganz anders aus, wenn man als berufserfahren zählt und das heißt dann üblicherweise 15-20%+ und mehr aufs Jahresbrutto. D.h. Finger weg von beispielsweise (manuellen) Softwaretesterstellen oder sonstige Routinearbeit bei denen man nichts lernt, damit gehts direkt aufs Abstellgleis.
Wenn du reisefreudig und kommunikativ bist, dann kommen natürlich auch IT-Beratungshäuser infrage, das ist auch ne recht große Bandbreite an Angebot.

P.S. und ja 35h vs. 40h macht was aus, und zwar 14% (8/7) mehr Arbeitszeit. Wer im Konzern die 40h als Tarifler arbeitet bekommt diese 14% auch aufs Brutto aufgeschlagen.
* 01.10.2006, + 28.11.2011, † 31.01.2013
flibbi
Member since Nov 2012
65 posts
Na ich hoffe, dass die Realität dann doch etwas hübscher ist als dein deprimierender und aufschlussreicher Beitrag.
Meine Möglicheiten würde ich auch als ein bisschen aussichtsreicher einschätzen, denn es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass ich zumindest das Angebot bekomme meine akutelle Werkstudentenstelle in eine Vollzeitstelle zu verwandeln. Aber auch da brauche ich eine realistische Zahl um mal in die Gehaltsverhandlung einzusteigen. Und da bin ich wieder bei meinem ursprünglichen Punkt: Gehalt maximieren ohne jemanden vor den Kopf zu stoßen.
Das Geld ist wie schon oft hier diskutiert nicht alles, aber wenn der Rest stimmt ist mehr halt doch besser.
Kaiser Franz
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Member since Nov 2010
103 posts
+1 feni
Also was die Dienstleister angeht hat der Ich schon recht. Auch damit das es garnicht so leicht ist einen IG-Metall Tarifvertrag zu ergattern.
Alles in allem würde ich sagen, dass 2/3 der Arbeitsangebote da draußen aus Scheissjobs bestehen. Sowieso, das ganze Gesabbel vom "Fachkräftemangel" ist ein inszeniertes Schauermärchen von Arbeitgeberverbänden. Mit dem Ziel möglichst viele Menschen in 'MINT-Studiengänge zu verfrachten, damit es möglichst viele Arbeitsbienchen gibt die sich dann um den Nektar prügeln.

Sorgen würde ich mir aber deswegen trotzdem keine machen. Zur Not kann man ja auch seinen Studentenjob weiter machen. Vorrausgesetzt man kommt damit halbwegs über die Runden. Und einfach abwarten bis mal ein cooler Job um die Ecke kommt (ja, sowas gibts!). Dann ist der Einstieg in die unmenschliche 40 h/Woche auch nicht so krass. Lieber 18 h/Woche Kellnern/Kassieren/Gabelstabler fahren und dabei keinen Stress haben bzw. noch Zeit für Hobbys haben; als 40 h/Woche für nen Scheisslohn (=alles was nicht IG-Metall Tarif is), einen langweiligen Job zu machen, von dem nur der Chef profitiert.

So seh ich das zumindest...
"Scheisse" sagt man nicht, sonst geht die Bildung in Arsch und das ist Kacke!
Der Ich
93,333% Dipl.-Exzentriker
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Member since Oct 2006
3642 posts
+7 tyr, Airhardt, IBlubb, flibbi, Ford Prefect, ...
Quote by Kaiser Franz:
Und einfach abwarten bis mal ein cooler Job um die Ecke kommt (ja, sowas gibts!). Dann ist der Einstieg in die unmenschliche 40 h/Woche auch nicht so krass. Lieber 18 h/Woche Kellnern/Kassieren/Gabelstabler fahren und dabei keinen Stress haben bzw. noch Zeit für Hobbys haben; als 40 h/Woche für nen Scheisslohn (=alles was nicht IG-Metall Tarif is), einen langweiligen Job zu machen, von dem nur der Chef profitiert.

Riskant, der eigene Marktwert sinkt mit der Zeit ohne Berufseinstieg und Frischfleisch steht alle 6 Monate bereit.

Um es nochmal aufs Wesentliche runterzubrechen:

- Es gibt hauptsächlich vier vergleichbare Hard-Facts die maßgeblich für eine Stelle sind: Jahresbrutto, Wochenarbeitszeit, Urlaubstage, Überstundenregelung; das ist was du vor Antritt der Stelle schwarz-auf-weiß im Arbeitsvertrag sehen kannst; Soft-Facts wie Kollegen, Chef, Arbeitsinhalte, usw. kannst du im besten Fall erahnen; da kannst du überall nen Glückstreffer landen oder total ins Klo greifen, das ist firmenunabhängig.
- Arbeitsmarkt ist kein Ponyhof (ja, Binsenweisheit), es ist ein simpler Tausch von Arbeitskraft gegen Entgelt, nicht mehr, nicht weniger
- Als Anfänger wirst du mit der ein oder anderen euphemistischen Beschreibung mal mehr oder mal weniger gefoppt, weil dir die Erfahrung fehlt was dahinter steckt oder die Konsequenzen sofort nicht überblicken kannst; Dienstreisenregelungen (Reisezeit = Arbeitszeit?) , Kündigungsfristen (6 Monate zum Quartalsende, viel Spaß wenn du wechseln willst und bis zu 9 Monate blocked bist) oder ähnliches sind da beliebte Fallstricke

Dinge bei denen du wachsam bleiben solltest als Berufseinsteiger:
  • Vertrauensarbeitszeit (das ist zu 99,9% immer zum Nachteil des AN, Mehrarbeit garantiert, mal nen Tag freinehmen ohohohohoh)
  • x Überstunden pro Monat sind mit dem Gehalt abgegolten (geh mal zum Metzger und sag 20g Wurst extra sind mit deiner Bezahlung abgegolten)
  • weniger als 30 Tage Urlaub
  • variable Gehaltsbestandteile (damit wälzt man unternehmerisches Risiko auf einfache AN um, die nicht unternehmerisch entscheiden können, weil weder Prokura noch Budget- und/oder Personalverantwortung vorhanden ist)
  • Grundgehalt niedriger als öD
  • Wochenarbeitszeit > 40h
  • Einsatzort: bundesweit (oh dein Projekt in Nürnberg läuft aus? Wir hätten da was in Hamburg für dich) (gut als Consultant wäre das nichts ungewöhnliches)

Man kann jedenfalls keine Pauschalaussagen zu KMU, Dienstleister oder Konzern treffen, Tendenzen gibts aber.
Überstunden sind ein wichtiges Thema, die fallen immer an, überall, gerne wenn Deadlines näher rücken, interessant ist lediglich was passiert damit (Gleitzeitkonto, Auszahlung, ...)

Meine berufliche Laufbahn in der freien Wirtschaft (ich hatte für mich das Constraint, dass ich nicht innerhalb Deutschlands umziehen wollte) begann Anfang 2013. Knapp 4 Jahre war ich extern bei Siemens in insgesamt zwei Projekten über einen Dienstleister eingesetzt und danach wurde ich Interner (reguläre Bewerbung auf eine extern ausgeschriebene Stelle). Bisher hat mir jeder Interner, mit dem ich mich unterhielt und nicht älter als Ende 30 / Anfang 40 ist, mitgeteilt, dass sie zum Berufsbeginn ihre Runde beim Dienstleister gedreht haben, es wird einfach als verlängerte Probezeit genutzt.
In beiden Projekten habe ich viel gelernt, gute Arbeit abgeliefert und die Rahmenbedingungen wie Kollegen / Chef / Kunde haben auch immer gepasst, in diesem Sinne also alles glücklich verlaufen.
Beim DL hatte ich 30 Tage Urlaub, 40h Woche und Gleitzeitkonto (Überstunden wurden also abgefeiert, nix ist verfallen), das Gehalt war natürlich nicht IGM-Niveau aber hat schon gepasst. Die Entwicklung über die Zeit (musste aber jährlich proaktiv im Mitarbeitergespräch rausgehandelt werden) war 44k -> 46k -> 50k -> 54k; der Wechsel zu Siemens hat mich auf EG11 mit 67k bei 35h gebracht. Arbeiten tu ich trotzdem 38-40h (ob man 7 oder 8h am Tag arbeitet ändert den Tag nicht großartig, aber die GLZ ist goldwert), das GLZ-Konto füllt sich und ab nächster Woche stehen erstmal 5 Wochen Weihnachtsurlaub an, ist auch angenehme Work-Life-Balance für meine Frau und meine beiden Söhne.
Das sind meine persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen mit dem hiesigen Arbeitsmarkt hier. Deutschland ist ein Ingenieursland, kein Informatikerland. IGM in unserer Region ist recht überschaubar (Siemens, Conti, Schäffler und ein paar weitere, auch Mittelständler, aber halt hauptsächlich Maschinenbau / Elektrotechnik). Hoffe ich konnte dir damit noch etwas weiterhelfen.

Edit: Und dabei hat man noch garnicht Dinge betrachtet wie Lebenshaltungskosten, Pendelzeiten, Kinderbetreuung, und und und, ... da sind 75k in M oder S soviel wert wie 62k in Forchheim. Ob man 10 Min auf Arbeit fährt oder 60 Min macht sich in der Freizeitgestaltung auch bemerkbar, uswusf.
* 01.10.2006, + 28.11.2011, † 31.01.2013
This post was edited 2 times, last on 2017-11-28, 15:55 by Der Ich.
flibbi
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Herzlichen Dank für die ausführliche Darstellung, das hilft auf jeden Fall ein ganzes Stück weiter. Auch für die Problemchen aus der Realität, die gerne bei den Ausführungen über das Jobangebot Wunderland für Informatiker unter den Tisch gekehrt werden.
Warst du mit deinem vorigen Gehalt zufrieden? Hattest du beim Beginn die Chance auf die Höhe einzuwirken oder war das Gehaltsniveau eh schon so gut wie entschieden?
Kaiser Franz
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In reply to post #26
Quote by Der Ich:
Riskant, der eigene Marktwert sinkt mit der Zeit ohne Berufseinstieg und Frischfleisch steht alle 6 Monate bereit.

Nicht unbedingt! Man kann die Zeit super nutzen um selbst irgendwas zu machen (OpenSource, eigene kleine J2EE Anwendung für Verein oder Hobby, sich in andere Programmiersprachen einarbeiten). Es gibt ganz viele Dinge die man - WENN MAN LUST HAT - selbst machen kann und die man in einer Bewerbung dann auch aufzeigen kann. Das zeigt deinem potentiellen Arbeitgeber auch das du auch Interesse an bestimmten Dingen hast und sie nicht nur machst weil hinten Geld bei raus fällt.
Und ein Faktor der bei der Bezahlung von Informatikern und Ingenieuren immer unterschätzt wird ist die Persönlichkeit und das Auftreten. Das mag für jemanden ders fachlich echt drauf hat hart sein, aber mit Sympathie kann man sich immernoch die größten Gehaltserhöhungen aushandeln
"Scheisse" sagt man nicht, sonst geht die Bildung in Arsch und das ist Kacke!
Der Ich
93,333% Dipl.-Exzentriker
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In reply to post #27
+1 feni
Quote by flibbi:
Herzlichen Dank für die ausführliche Darstellung, das hilft auf jeden Fall ein ganzes Stück weiter. Auch für die Problemchen aus der Realität, die gerne bei den Ausführungen über das Jobangebot Wunderland für Informatiker unter den Tisch gekehrt werden.
Warst du mit deinem vorigen Gehalt zufrieden? Hattest du beim Beginn die Chance auf die Höhe einzuwirken oder war das Gehaltsniveau eh schon so gut wie entschieden?

Die Frage nach der Zufriedenheit mit dem Gehalt hängt vom Bezugspunkt ab und um die umfassend zu beantworten müsste ich weiter ausholen, was den Rahmen sprengen würde. Hätte es mehr sein dürfen? Ja, sicher. Das Band für einen Einsteiger ist relativ fix, mit 49k Forderung bin ich jedenfalls rein und mit etwas mehr Geschick hätte ich wohl noch 46k haben können. Jedenfalls waren die 44k für unsere Region, die Firmengröße und die Tatsache, dass es ein Dienstleister war, ein marktübliches Gehalt, also nicht besonders herausragend, aber auch nicht besonders schlecht. Das Gesamtpaket hat für Dienstleisterverhältnisse aber gut gepasst und mit meinem Ex-Chef stehe ich auch heute noch in gutem Kontakt. Alles in allem war es kein schlechter Einstieg. Mit meiner jetzigen Gesamtsituation bin ich allerdings sehr zufrieden, da gibt es nicht mehr soviel Optimierungspotenzial für mich persönlich ohne an anderen Punkten signifikant Abstriche machen zu müssen. Wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt merklich mehr Geld haben wollen würde, müsste ich Freiberufler werden, allerdings bin ich kacke in Kundenakquise und hätte auf mehr Reisetätigkeit auch keine Lust.

Und ein Faktor der bei der Bezahlung von Informatikern und Ingenieuren immer unterschätzt wird ist die Persönlichkeit und das Auftreten. Das mag für jemanden ders fachlich echt drauf hat hart sein, aber mit Sympathie kann man sich immernoch die größten Gehaltserhöhungen aushandeln

Das Zwischenmenschliche gehört genauso zum Beruf wie das Fachliche. Man muss seine Ergebnisse auch an den Mann bringen können oder sich mit nicht-technischen Klienten auseinandersetzen uswusf., der erste große Sprung kommt mit dem ersten Jobwechsel und dann sobald man mehr Verantwortung übernimmt. Innerhalb einer Firma (außer Großkonzern) große Sprünge zu machen ist schwer und braucht viel Verhandlungsgeschick. Gehalt sollte auch nicht der Hauptmotivator sein, aber die Summe muss halt passen. Geld macht nicht glücklich, kein Geld aber auch nicht.
* 01.10.2006, + 28.11.2011, † 31.01.2013
*Ralf
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Member since Oct 2011
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In reply to post #28
+1 pr0wl
Quote by Kaiser Franz:
Und ein Faktor der bei der Bezahlung von Informatikern und Ingenieuren immer unterschätzt wird ist die Persönlichkeit und das Auftreten.
Gerade für die Frauen und Introvertierten, die hier mitlesen, ist das wichtig. Der "Gender Pay Gap" entsteht seltener durch irgend eine bewusste Form der Diskriminierung, als dadurch, dass die betroffenen Frauen ihr eigenes Licht unter den Scheffel stellen. Auf introvertierte oder schüchterne Männer trifft das auch zu (nur erfasst das keine Statistik).

Viele Informatik-Absolventen bei uns sind fachlich hoch qualifiziert. Wenn die eigenen Fähigkeiten auf eine Stellenausschreibung gut passen und man auch etwas Erfahrung mitbringt kann man in der freien Wirtschaft heute schon locker seine 53 k verlangen. Ob man sie dann bekommt ist wieder eine andere Frage und wenn der Rest passt sollte man sich's auch nicht verderben, indem man darauf besteht.
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