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Allgemeines zur Prüfung

Art: Mündliche Prüfung (Wiederholungsprüfung für VL aus SS 2016).

Fach: Human Computer Interaction (5 ECTS).

Prüfer: Prof. Dr. Björn Eskofier.

Beisitzer: (Namen nicht gemerkt).

Sprache: Wahlweise Deutsch oder Englisch (die VL fand im SS 2016 auf EN statt).

Vorbereitung: ca. 1 Woche intensives Lernen → dadurch dass die VL nicht durchgehend besucht wurde, mussten viele Inhalte erst mithilfe des Skriptes und den Video-Aufzeichnungen erarbeitet werden.

→ Wer die Vorlesung besucht hat, sollte deutlich weniger Zeit für die Vorbereitung benötigen.

Empfehlungen zur Vorbereitung: Man sollte sich nicht nur an diesem Protokoll orientieren, da vergangene Protokolle teilweise ganz andere Fragestellungen beinhalteten. So sollte man etwa auch das Durchspielen eines Tasks mit dem KLM-Modell beherrschen oder die Taxonomie von Eingabegeräten zuordnen können.

→ Orientierung an der Übung!

Anmerkungen: Prüfender Dozent und Beisitzer waren sehr freundlich und entspannt, was für eine angenehme Atmosphäre während der Prüfung sorgte. Die Fragen wurden teilweise sehr offen gestellt, so dass man mit dem Wissen aus verschiedenen Kapiteln der Vorlesung bereits viele Punkte ergattern konnte.

Zu keinem Zeitpunkt hatte man das Gefühl, dass man unfaire oder fiese Fragestellungen erhielt.

Wenn man bestimmte Begriffe / Taxonomien nicht auf Anhieb wusste, so wurde einem kurz auf die Sprünge geholfen.

Stift und Papier liegen bereit für Skizzen (blieben jedoch in dieser Prüfung ungenutzt).

Übersicht über Kapitel

Zum Einstieg war eine Übersicht über alle in der Vorlesung besprochenen Kapitel gefragt:

Introduction | History | Humans | Principals | Models | Evaluation | Prototypes | Analysis | Wearables | Virtual Reality

Hier konnte man bereits einige Punkte sammeln ohne auf die Details eingehen zu müssen.

Leichte Verunsicherung herrschte bei mir, da mir nicht klar war, wie genau und auf welcher Ebene alle Kapitel zu erwähnen waren. Die offene Fragestellung erlaubt es einem zum Einstieg tatsächlich sein Wissen bereits zu Beginn unter Beweis stellen zu können.

Weiterhin kam es zu einer (vermutlich bei allen Prüfungen dieses Fachs üblichen) Definition der zentralen Begriffe: Usability und User Experience.

Im Anschluss ist es einem gestattet ein Thema zu wählen, über das man zunächst geprüft wird. Hier empfehlen sich Kapitel, die einem am einfachsten / ersichtlichsten schienen, in meinem Fall handelte es sich dabei um die Usability Principals.

Principals

Abgefragt über dieses Themengebiet wurden Inhalte von zentraler Bedeutung wie die Prinzipien von Dix und Schneiderman.

Hier empfiehlt es sich wirklich zu allen Punkten nicht nur zu lernen, worum es grob geht, sondern auch wie die Bezeichnungen lauten: Learnability, Robustness, Flexibility. Hier ist durchaus ein relativ überschaubares aber tiefgreifendes Wissen über die einzelnen Aspekte gefordert, gerade in Hinsicht auf die 8 Golden Rules of Usability by Shneiderman.

Wer mit „Mut zur Lücke“ lernt, dem sei zu sagen, dass etwa Task-Action-Grammar mal gehört sein sollte, aber zur Abfrage oder gar Erstellung / Bearbeitung einer Aufgabe diesbezüglich kam es nicht in der Prüfung. Hingegen waren etwa die verschiedenen Arten der Consistency durchaus gefragt.

Des Weiteren wurden auf die verschiedenen Arten von Errors eingegangen: Slips & Mistakes. Auch hier empfiehlt es sich, alle Kategorien mal gehört zu haben und sich mindestens ein, zwei als Beispiel mit Namen zu merken.

Zusätzlich wurde ein Bild einer Schiffsbrücke gezeigt, bei dem analysiert werden musste, zu welchen Slips es aufgrund der Design Entscheidungen für das Interface häufig kommen könnte → Aneinanderreihung von ähnlichen Buttons, etc. Hier kann man sehr weit ausholen, abhängig vom gezeigten Bild gibt es sicherlich einiges zu sagen, was an einem Interface problematisch sein könnte.

Humans: Abilities & Perception

Im Anschluss daran wurden nachfolgende Fragen wurden zu dem Kapitel über Menschen und ihre Fähigkeiten gestellt:

Alles über Augen und Bedeutung für HCI

- Wie funktionieren Augen? Perception & Cognition, Auge als Pinhole-Camera, etc.

- Wofür sind Stäbchen und Zäpfchen gut?

- Besonderheiten? Color Blindness, Change Blindness

- Was ist die Fovea?

Ohren und Bedeutung für HCI

- Wie bestimmt das Ohr die Entfernung eines akkustischen Signals?

- Reflected vs Unreflected Sounds?

- Besonderheiten? Unterschiede zwischen Männern & Frauen und aufgrund von Alter, Selektives Hören möglich, Frequenzbereich limitiert (wie Augen auch)

Evaluation

Da ich ziemlich gut in der Zeit lag und die anderen Themen bereits erschöpft, entschied sich der Prüfer ein Themengebiet abzufragen, was er nach eigenen Aussagen bislang selten bis gar nicht in mündlichen Prüfungen gefordert hatte.

Es ist daher empfehlenswert dieses Kapitel ebenfalls detailreich zu lernen, da es durchaus sein kann, dass man es wiedergeben können muss.

- Descriptive & Inferential Statistics voneinander abgrenzen.

- Cause & Effect erklären.

- Cause & Causality erklären.

- Statistische Signifikanz beschreiben.

- Eignung des T-Tests in UI Evaluationen (etwa beim Vergleich von 2 Design Decisions für UI-Layout)

Analysis

Da bereits das Ende der Prüfung in Sicht war, ging es in diesem Punkt hauptsächlich um die Abfrage und kurze, oberflächliche Diskussion der Tools für die Analyse von Design Spaces:

- Focus Groups.

- Ethnography & Hawthrone Effect (tritt bei Beobachtungen oft auf).

- User Diaries, hierzu war jedoch nichts genaueres gefragt, die bloße Auflistung reichte.

- Task Analysis, hier bat sich die Herstellung des Bezugs auf Modelle wie GOMS an.

Virtual Reality

Abschließend wurde noch eine Frage zum Spektrum der Virtuellen Realität von Real World über Augmented Reality und Augmented Virtuality zu Virtual Reality gestellt und der Name der Person, der diese Skala definiert hat (Namen waren leider nicht wirklich Teil meiner Prüfungsvorbereitung).

Es empfiehlt sich jedoch, besonders im Hinblick auf die Geschichte von HCI ein paar wichtige Beispiele wie SketchPad von Ivan Sutherland oder die Erfindung der Maus sowie die Mother of Demos von Douglas Engelbart zu kennen, evtl. auch die Videos mal gesehen zu haben, da diese Fragen durchaus in vergangenen Prüfungen gestellt wurden.