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VEZS 2018-09-19

Fach: Verlässliche Echtzeitsysteme (5 ECTS)

Prüfer: Peter Ulbrich

Beisitzer: Simon Schuster

Angenehme Atmosphäre, man kennt sich. Stift und Papier liegen bereit und werden während der Prüfung auch benutzt.

Fragen

Im Grunde genommen recht ähnlich zu den anderen Protokollen aus 2017 und 2018. Die Fragen gehen laut Peters Aussage häufig von leicht nach schwer, sodass er teilweise auch auf Sachen hinaus wollte, die ich für offensichtlich hielt.

Gefragte Themen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Allgemein

  • Definition Fehler
  • Arten von Fehlern (Fault/Error/Failure), Fortpflanzungskette
  • Klassifikation nach Auftreten (permanent/sporadisch/transient) inkl. Implikationen

Fehlertoleranz

  • Umgang mit Fehlern: Redundanz, Arten von Redundanz
  • Redundanz: TMR zeichnen
  • Probleme mit Replikation: Weiterhin Single Points of Failure
  • Anforderungen: Isolation, Replikdeterminismus
  • Akzeptanztest, Relativtest, Akzeptanzmaskierer: Schwierigkeit bei Akzeptanztest (gemeint war das Finden einer Testvorschrift)
  • Ausgestaltung der Sphere of Replication (möglichst groß), Trade-Offs, Diskussion von Process-Level Redundancy
  • Lösung für SPOF: Imformationsredundanz (CoRed-Ansatz)
  • CoRed-Ansatz in TMR-Grafik einzeichnen
  • Problem mit Sensoren: Akzeptanzmaskierer einbauen
  • Detaillierte „Verdrahtung“ des Akzeptanzmaskierers

Fehlervermeidung

  • Testen und formale Verifikation
  • Beschränkungen des Testens
  • Black-Box- vs. White-Box-Tests, jeweilige Vor- und Nachteile
  • Bewertung von Tests: McCabe, Testüberdeckung
  • Anweisungs-, Zweig- und Pfadüberdeckung
  • Beschränkungen der Anweisungsüberdeckung
  • Verifikation: Problem der Zustandsexplosion
  • Möglichkeiten zur Vereinfachung: Grafik zu Programmsemantik zeichnen, verbotene Zonen einzeichnen
  • Vereinfachung des Zustandsraums
  • „Welche Aussage trifft die Abstraktion über etwa eine Variable?“ am Beispiel Intervallabstraktion (Maximum/Minimum)
  • Definition Soundness, in der Grafik zeigen

Bewertung

Peter stellte fest, dass wir stellenweise ganz schön aneinander vorbei geredet haben (und fragte sich, ob das an seinen Fragen oder meinen Antworten lag). Gefühlt wurde mir einiges, das in anderen Prüfungen als normaler Gesprächsverlauf gezählt hätte, als Hilfestellung ausgelegt.

Ein Problem war sicherlich, dass ich zwar die Techniken erklären konnte, aber nicht immer die exakten Fachbegriffe wusste: Laut eigener Aussage legt Peter auf diese zwar keinen großen Wert, sie erleichtern aber die eindeutige Kommunikation.

Ein oder zwei meiner Antworten waren auch schlichtweg falsch. Trotz alldem war die Note am Ende sehr gut, wobei allerdings meine gute Übungsleistung betont wurde.