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Unterschiede

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pruefungen:hauptstudium:ls1:forensik2_2019-03-15-2 [15.03.2019 14:56] (aktuell)
jeanorwin angelegt
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 +**Vorbereitung:​**
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 +Die meisten VL besucht, alle Übungen gemacht, Zusammenfassung auf 16 A4-Seiten, effektiv wsl. 3 Tage "​Real-Lernzeit"​
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 +**Klausur:​**
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 +FF: Suchen Sie sich einen Themenbereich aus.
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 +I: Ermittlung und Beschlagnahmung im Netz
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 +FF: (hat Augenscheinlich etwas nach einer Frage gesucht)
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 +I: Ich kann auch einen Überblick geben...
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 +FF: Dann sind Sie der Professor und ich der Student...
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 +I: (Überblick):​ Ermittlung: Drei Probleme der Lokalisierung -> Reverse DNS, Verschleierungsmaßnahmen,​ Ping-Trianguleriung ("​Einzelpersonen"​);​ Reverse DNS etc. ("​Server"​); ​
 +Ping-Triangulierung - Beschlagnahmung:​ Webseiten (Google Cache, Wayback Machine), Besonderheit Cloud-Dienste (nur Zugriff über API), Zugriff auf Cloud-Dienste/​Netzlaufwerke
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 +FF: Wie ist denn der Zugriff zB auf Cloud-Dienste gesetzlich geregelt?
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 +I: Bin nicht direkt auf die Frage eingegangen,​ da es wohl einen extra Paragraphen gibt den ich nicht kannte (hat er später erwähnt, dass wir den wohl dann nicht in der VL hatten), sondern effektiv ​
 +Stichworte "gut dokumentieren",​ "​theoretisch spielt Geographie eine Rolle -> da darf man ja an sich gar nicht zugreifen, da Geographie ungeklärt",​ "​irgendwas mit Gefahr im Vollzug"​ argumentiert, ​
 +dass es schon rechtlich möglich sein sollte bzw. wsl. akzeptiert werden würde
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 +FF: Gehen wir mal ein bisschen zu den Ermächtigungsgrundlagen... Wie ist denn dann der Unterschied zwischen §100a, b StPO?
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 +I: Erst ein bisschen Verwirrung... Oh, ich hatte mir das beides unter TKÜ abgespeichert. ​
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 +FF: Ich meine den Unterschied zwischen TKÜ und Online-Durchsuchung
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 +I: Ah, da hatte ich mir die Paragraphen fürs BKAG gemerkt... Jeweils Stichpunkte zu TKÜ und Online-Durchsuchung genannt, für TKÜ Differenzierung nach Inhalts-, Bestands- Verkehrsdaten,​ was jeweils notwendig, Straftatenkatalog genannt
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 +FF: Gibt's dann zwischen QTKÜ und OD Unterschiede im Katalog der Straftaten?
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 +I: Vermutlich ja, da QTKÜ vor allem Idee "​Verschlüsselung umgehen",​ OD deutlich weitgehender
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 +FF: Ok, Wechseln wir Mal zu Hauptspeicher-Analyse. Haben Sie die Übungen gemacht?
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 +I: Ja
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 +FF: Wenn wir Mal von den Problem "Noch nie etwas mit Hauptspeicheranalyse zu tun gehabt"​ absehen, was waren da die Hauptherausforderungen?​
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 +I: Eigentlich waren exakt das die Hauptherausforderungen... Wenn Sie möchten, kann ich aber einfach Mal meine Vorgehensweise und Überlegungen dazu schildern?
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 +FF: Ok
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 +I: Wenig Ahnung von Hauptspeicheranalyse und Volatility ein bisschen komisch je nach Version -> so wenig Änderung wie möglich, damit so wenig Fehlerpotenzial wie möglich -> IP-Adressen in 
 +Bash geändert und Dateien eingefügt, noch ein bisschen über Probleme mit Volatility geredet
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 +FF: Wofür sind denn eigentlich die Volatility-Profile da?
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 +I: "​Verstehen"​ der Systematik, wie das Betriebssystem den Hauptspeicher verwendet
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 +FF: Könnte man dann ein System bauen, dass sich selbst so verschleiert,​ dass sie allen gängigen Heuristiken widersteht und den Ermittler auf die falsche Fährte lockt?
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 +I: (Effektiv Verknüpfung zur Vorlesung "​Rekonstruktion von Abstraktionsschichten"​): ​
 +Auf den ersten Blick vermutlich ja, auf der anderen Seite braucht es vermutlich einfach einen ausreichend versierten Ermittler, der das durchdringen können. Am Ende muss die "​Rekonstruktionsinfo"​ ja auch für
 +das OS irgendwo abgreifbar sein. Außer natürlich, man legt die Informationen an einer anderen Stelle ab - etwa extra Hardwarebaustein oder CPU. Wenn das nicht der Fall ist, könnte man sich vermutlich ein 
 +Neuronales Netz basteln, dass man brav mit Rekonstruktionsvorschriften lernen lässt und dass dann zumindest halbwegs annehmbare Ergebnisse ausspuckt
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 +FF: Ok, dann gehen Sie doch Mal raus
 +
 +**Fazit**
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 +Insgesamt mit der Note sehr zufrieden, sehr entspannte Prüfungsumgebung,​ hat auch ein bisschen Diskussion oder "​Ideen"​ zugelassen. ​
 +Offene Einstiegsfrage/​-thema auf jeden Fall nutzen, genauso wie Ergebnisse der Übung!
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